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Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Sachsen
Geschäftsstelle
Frau Iris Richter
Am Brauhaus 8
01099 Dresden

Tel.: 0351 4916634
Fax: 0351 4916655
liga-fw-sachsen[at]parisax[dot]de 

Unsere Historie - ein kleiner Überblick

Die Arbeit der Freien Wohlfahrtspflege war stets vom Wandel gesellschaftlicher und staatlicher Verhältnisse beeinflusst. Die Anfänge der Wohlfahrtsverbände reichen bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts zurück und münden in der heutigen gemeinsamen Arbeit der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege.

Das Zeitalter der Industrialisierung brachte Europa nicht nur wirtschaftlichen Fortschritt, sonder auch tiefgreifende soziale Veränderungen, Missstände und Not. Kriege und innerstaatliche Unruhen führten auf diesem Nährboden zu weiteren dramatischen sozialen Zuständen und menschlichem Elend. Der Staat hielt sich bis zum Ende des ersten Weltkrieges weitestgehend zurück, so dass Hilfe nur aus der Bevölkerung selbst kommen konnte. Das Ausmaß der Hilfsbedürftigkeit der Menschen hatte so rapide zugenommen, dass eine organisatorische Zusammenführung von bisherigen Einzelhilfen nötig war.


1848
Aufruf zur Gründung des "Central-Ausschusses für die Innere Mission der deutschen evangelischen Kirche" als Vorgänger des Diakonischen Werks der EKD (DW der EKD)

1863
Gründung der ersten Hilfsgesellschaft "Württembergischer Sanitätsverein" als ein Vorläufer des Deutschen Roten Kreuzes nach der Gründung des Genfer Komitees der Fünf (offizielle Gründung des DRK 1921)

1897
Gründung des "Caritasverbandes für das katholische Deutschland", des späteren Deutschen Caritasverbandes (DCV)

1917
Gründung der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden, heute "Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland" (ZWST)

Die bis zum Ende des Ersten Weltkrieges gesammelten Erfahrungen der Wohlfahrtsorganisationen verhalfen der Weimarer Republik auf der Grundlage der Weimarer Reichsverfassung, die Reichsfürsorgepflichtverordnung und das Reichsjugendwohlfahrtsgesetz zu verabschieden.Dabei wurde der Bestand der Verbände durch die Vorrangstellung zur öffentlichen Wohlfahrtspflege sowie deren Förderung rechtlich abgesichert.

1919
Gründung der Arbeiterwohlfahrt (AWO)

1923
Gründung der "Deutschen Liga der Freien Wohlfahrtsverbände"

1924
Gründung des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes (DER PARITÄTISCHE)

Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde das Aufgabenfeld der Wohlfahrtsverbände weitgehend durch die "Nationalsozialistische Volkswohlfahrt" und deren führende Stellung bestimmt und damit extrem eingeschränkt. Manche Verbände lösten sich sogar auf.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges stellte die verheerende Lage der Bevölkerung, der Flüchtlinge, Heimkehrer und Vertriebenen für die Arbeit der Wohlfahrtsverbände eine enorme Herausforderung dar.

1945
Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege

1949 mit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland und deren föderalistischer Struktur konnten neben der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege die Ligen der einzelnen Bundesländer wieder in vollem Umfang Ihre Arbeit aufnehmen.

1990 mit dem Schritt der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten konnten die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege auch in den neuen Bundesländer Ihre bedeutende Rolle für den Sozialstaat wieder auf- bzw. ausbauen. Westdeutsche und ostdeutsche Spitzenverbände wurden in der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege zusammengeführt.

Am 1. September 1990 trat der erste Vertrag zur Zusammenarbeit der Spitzenverbände in Sachsen als Liga der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege Sachsen in Kraft.