Wohnungslos bzw. obdachlos zu sein, bedeutet weit mehr als keine Wohnung zu haben. Diese Lebenssituation ist immer auch mit komplexen Problemlagen wie zum Beispiel seelischen Belastungen, Arbeitslosigkeit, wirtschaftlicher Not, Überschuldung, Trennung, Krankheit, Sucht, Straffälligkeit und zunehmender Perspektivlosigkeit verbunden.

Das Recht jedes Menschen auf angemessenen Wohnraum ist in der Sächsischen Verfassung verankert. Staatliches Handeln muss sich daran ausrichten. Die Verbände der Liga der Freien Wohlfahrtspflege setzen sich dafür ein, den Rechtsanspruch auf Hilfe zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten nach dem Sozialgesetzbuch XII im Rahmen der Wohnungsnotfallhilfe umzusetzen. Dafür braucht es ein bedarfsgerechtes Angebot von Beratungsstellen, Tagesaufenthalten, Straßensozialarbeit und ambulant betreutem Wohnen. Nur ein vernetztes Zusammenwirken von kommunaler Verwaltung, Wohnungswirtschaft, Amtsgericht, Gerichtsvollzieher, Jobcenter und Hilfeangeboten der Freien Wohlfahrtspflege bietet eine Chance, Wohnungslosigkeit zu vermeiden und zu überwinden.

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