Selbstbestimmt Wohnen, aber wie? Der Fachtag möchte Ideen, Ansätze und Perspektiven diskutieren, wie Menschen mit Behinderung ihre Wohnwünsche umsetzen können.

Bunte Holzhütten am Strand.

Wohnen ist mehr als nur ein Dach über dem Kopf. Wohnen heißt, sich zurückziehen zu können, geborgen zu sein, aber auch miteinander und selbstbestimmt den Alltag zu gestalten. Doch inwieweit ist dieser Anspruch für Menschen mit Behinderungen in Sachsen Realität? Was ist nötig, um selbstbestimmt zu wohnen? Welche Ideen gibt es? Was wünschen sich Menschen mit Behinderung für den selbstbestimmten Wohnalltag?

Der Praxistag Wohnen möchte konkrete Wohnbeispiele und deren Akteure vorstellen. Gleichzeitig soll ein Austausch darüber erfolgen, wie Ideen im eigenen Alltag umgesetzt werden können. Die Online-Veranstaltung bietet Impulse und setzt auf den Dialog der Beteiligten.

Die Veranstaltung richtet sich an Menschen mit Behinderung und Fachkräfte der Eingliederungshilfe, die im Alltag miteinander arbeiten. Diese Tandems können an Arbeitsgruppen teilnehmen, um gemeinsam einen neuen Blick auf die jeweilige Wohnsituation zu erhalten. Eine Teilnahme ist auch einzeln möglich.

Der Praxistag Wohnen findet am 28. April 2021 von 10 bis 14 Uhr über das Videokonferenztool Zoom statt. Zur Teilnahme benötigen Sie eine stabile Internetverbindung sowie ein internetfähiges Endgerät (Computer, Tablet, Smartphone) mit Kamera und Mikrofon. Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Nach kurzen Impulsen zum Veranstaltungsbeginn finden zwei Runden mit Arbeitsgruppen von jeweils 45 Minuten statt. In den Arbeitsgruppen werden Ideen vorgestellt, die anschließend diskutiert werden können.

Geplanter Veranstaltungsablauf:

9.30 Uhr  - Ankommen, Hilfe bei technischen Problemen

10 Uhr - Teil 1

Videoclip 1: "So wohne ich."
Begrüßung/ Einführung in den Tag
Interviewrunde
Impulsvortrag  „Wie wohnt es sich in Sachsen? Vollversorgt bis selbstbestimmt.“

10.50 Uhr - Pause

11.00 - Teil 2

Videoclip 2: "So wohne ich."

Arbeitsgruppen (AG) Runde 1

AG 1: Selbstbestimmt Wohnen mit sehr hohem Unterstützungsbedarf - Barrierefrei durch den Alltag
Jeder  Mensch  sollte  nach  seinen  eigenen  Bedürfnissen  wohnen  und  leben  können.  Die  Gesellschaft  Wohnen  plus  trägt  dazu  bei,  Menschen  mit  Behinderung  ein  selbstbestimmtes  Leben  in  Würde  zu  ermöglichen. Wohnen plus stellt sein Angebot vor und lädt zum Gespräch ein.
Mit: Jens Eberl (Schloss Schönefeld e.V. Leipzig)

AG 2: Mein Traum vom Wohnen - Neue Wohnmöglichkeiten gemeinsam umsetzen
Im Projekt „Wie macht man Teilhabe? – Inklusion durch Umbau der Angebote gemeinsam verwirklichen“ wurden drei stationäre Angebote in ambulante und personenzentrierte Angebote umzuwandeln. Dies geschah unter konsequenter Beteiligung der Menschen mit Behinderung. Im Rahmen des Workshops werden die Eckpunkte dieses umfassenden Veränderungsprozesses und ein im Projekt sehr erfolgreich erprobtes Format zur Gestaltung eines teilhabeorientierten Veränderungsprozesses vorgestellt – der Empowermentzirkel des Bodelschwingh-Hofs in Mechterstädt.  
Mit: Christina Reinhardt (Bodelschwingh-Hof Mechterstädt e.V.), Hagen Mittelstädt (LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Thüringen)

AG 3: Inklusives Wohnen - Es geht mehr, als gedacht.
Es werden die Erfahrungen aus einem Modellprojekt in Mittelfranken vorgestellt.
Mit: Michael Schubert (Bezirk Mittelfranken), Jörg Dennhöfer (Caritasverband Nürnberger Land e.V.)

AG 4: Gemeinsam für mehr Teilhabe im Quartier
Wie können Netzwerke mit Akteuren auf dem Wohnungsmarkt entstehen. Es geht um Erfahrungen aus einem Projekt des Psychosozialen Trägervereins Sachsen für mehr Teilhabe von Menschen mit psychischen Erkrankungen im Sozialraum.
Mit: Ina Bogisch (Psychosozialer Trägerverein Sachsen e.V.)

AG 5: Wie gut wohne ich? Wohnqualität selber messen und gestalten
Die Methode nueva - „Nutzerinnen und Nutzer evaluieren“ wird seit 2013 erfolgreich durch die GETEQ-Berlin umgesetzt. Hierbei wird die Wohnqualität für Menschen mit Behinderungen im gemeinschaftlichen Wohnen standardisiert befragt und ausgewertet. Es geht dabei um die Qualität, wie sie tatsächlich bei den Bewohnern ankommt. Das Besondere: Die Befragungen werden von Menschen durchgeführt, die selbst Teil der Peer-Group sind. Sie sind als Evaluatoren ausgebildet und langjährig auf dem ersten Arbeitsmarkt tätig.
In diesem Workshop erfahren Sie aus erster Hand, welche erstaunlichen Erfahrungen mit der Methode gemacht werden. Beispiele zeigen, was Bewohnern tatsächlich auf der Seele liegt und welche konkreten Veränderungen mehr Teilhabe und eine deutlich höhere Zufriedenheit im gemeinschaftlichen Wohnen bewirken. Im Gesprächsteil wollen wir Ihre Fragen und Gedanken mit den Erfahrungen der GETEQ- nueva reflektieren und beraten, so dass Sie danach mit konkreten Impulsen Ihre Situation angehen können.
Mit: Timna Wegerer, Claudia Heike

11.50 Uhr - Mittagspause

12.30 Uhr - Teil 3

Videoclip 3: "So wohne ich."
Impuls: Wohnberatung für Menschen mit Behinderungen durch unabhängige Teilhabeberatung (EUTB)
Arbeitsgruppen Runde 2
Schlaglichter aus den Arbeitsgruppen

14.00 Uhr - Veranstaltungsende