Es ist ihre Aufgabe den Arbeitsschutz auf Grundlage der gesetzlichen Vorgaben zu gewährleisten und die Einhaltung der festgelegten Maßnahmen zu kontrollieren.

Mit Blick auf die Beratungen zum sächsischen Doppelhaushalt 2027/28 legt die Liga der Freien Wohlfahrtspflege Sachsen noch einmal den Fokus auf die Menschen, die Unterstützung am dringendsten brauchen. „Mögliche Kürzungen in der sozialen Infrastruktur treffen nicht nur vulnerable Menschen, sondern schwächen langfristig auch Wirtschaft, Arbeitsmarkt und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Wirtschaft wächst mit Wohlfahrt – deshalb braucht die Freie Wohlfahrtspflege verlässliche Rahmenbedingungen und Finanzierung“, mahnt Dietrich Bauer, Vorsitzender der Liga der Freien Wohlfahrtspflege Sachsen. Die Staatsregierung hat in ihrem Entwurf zum Doppelhaushalt diesen Zusammenhang erkannt.

Ein wichtiger Baustein für eine erstarkende Wirtschaft in Zeiten des demografischen Wandels ist die Integrationsarbeit im Freistaat. „Sachsen steht vor einem erheblichen Fachkräftebedarf. Integration ist deshalb nicht nur eine soziale Aufgabe, sondern ein wirtschaftlicher Standortfaktor“, sagt Bauer. „Ohne gute Integrationsstrukturen bleiben Potenziale ungenutzt – für die Menschen ebenso wie für unseren Arbeitsmarkt.“

Studien zur Migrationsberatung zeigen einen erheblichen gesellschaftlichen Mehrwert: Jeder investierte Euro kann bis zu 35 Euro an Folgekosten einsparen, etwa durch geringere Sozialausgaben, höhere Beschäftigung und zusätzliche Steuereinnahmen. 

Damit Integration dauerhaft gelingt, braucht es nicht nur Projekte vor Ort, sondern auch fachspezifische Beratungsangebote, Fachstellen und Netzwerke. Sie sichern fachliche Qualität, unterstützen Verwaltungen und Träger und schaffen die Voraussetzungen dafür, dass Zugewanderte ihre Potenziale in Sachsen entfalten können.

Kerstin Böttger, Referentin für Migration, Flucht und Asyl der Diakonie Sachsen, betont: „Integration ist eine Investition in die Zukunft Sachsens. Wer Menschen beim Ankommen unterstützt, schafft die Voraussetzungen dafür, dass sie arbeiten, Steuern zahlen, Familien gründen und sich dauerhaft in unsere Gesellschaft einbringen können. Deshalb sind Integrations- und Partizipationsangebote auch ein Beitrag zu wirtschaftlichem Wachstum.“

In der Migrationsberatung für erwachsene Zugewanderte, der Asylverfahrensberatung und in den psychosozialen Zentren wurden 2025 in Sachsen rund 24.000 Menschen erreicht. 

Die Liga warnt vor Kürzungen in diesem Bereich. Weniger Integrationsangebote bedeuten weniger Teilhabe, längere Wege in Ausbildung und Arbeit sowie wachsende gesellschaftliche Spannungen. Investitionen in Integration sind daher Investitionen in den sozialen Frieden und die wirtschaftliche Zukunft Sachsens.

Pressemitteilung