Die Schwangerschafts(konflikt)beratung. begleitet Menschen in hochsensiblen Lebenssituationen bei Fragen zu Familienplanung, Schwangerschaft, Familiengründung und -zuwachs, Die Themen reichen von finanziellen Sorgen, Partnerschaftsfragen bis zu existenziellen Krisen.

Mit Blick auf die Beratungen zum sächsischen Doppelhaushalt 2027/28 legt die Liga der Freien Wohlfahrtspflege Sachsen noch einmal den Fokus auf Menschen, die Unterstützung am dringendsten brauchen. „Mögliche Kürzungen in der sozialen Infrastruktur treffen nicht nur vulnerable Menschen, sondern schwächen langfristig auch Wirtschaft, Arbeitsmarkt und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Wirtschaft wächst mit Wohlfahrt – deshalb braucht die Freie Wohlfahrtspflege verlässliche Rahmenbedingungen und Finanzierung“, mahnt Dietrich Bauer, Vorsitzender der Liga der Freien Wohlfahrtspflege Sachsen. Die Staatsregierung hat in ihrem Entwurf zum Doppelhaushalt diesen Zusammenhang erkannt, wie das Beispiel der Schwangerschafts(konflikt)beratung zeigt.

Die Schwangerschafts(konflikt)beratung. begleitet Menschen in hochsensiblen Lebenssituationen bei Fragen zu Familienplanung, Schwangerschaft, Familiengründung und -zuwachs, Die Themen reichen von finanziellen Sorgen, Partnerschaftsfragen bis zu existenziellen Krisen.

In Sachsen fanden 2024 in 68 Schwangerschafts(konflikt)beratungsstellen rund 61.000 Beratungsgespräche statt. Die Beratungsstellen erreichen Menschen aus allen sozialen und kulturellen Milieus und stellen ein vielfältiges Beratungs- und Unterstützungsangebot zu allen Fragen rund um Schwangerschaft, Geburt und neue Elternschaft bereit. Sie schaffen Orientierung, vermitteln Hilfen und stärken gesellschaftliche Teilhabe.

„Schwangerschaftsberatung ist ein niedrigschwelliges Angebot, das Menschen in oft existenziellen Situationen auffängt und stärkt“, erklärt Bauer. „Wo Menschen früh Beratung und Unterstützung erhalten, werden Krisen abgefedert und Familien gestärkt. Das stabilisiert langfristig auch unsere Gesellschaft.“

Katharina Fritzsche Referentin für Soziale Dienste und Beratung/ Teilhabe und Inklusion beim AWO Landesverband Sachsen e.V. ergänzt: „Beratung gibt Orientierung in einer komplexen Welt. Sie unterstützt in überfordernden Situationen, schafft Zugänge zu Hilfen, die Familien nachhaltig entlasten und stärkt Selbstbestimmung.“

Neben individueller Beratung leisten die Schwangeren(konflikt)beratungsstellen einen wichtigen Beitrag zur sexuellen Bildung und damit auch zur Prävention sexualisierter Gewalt. Für ein flächendeckendes Angebot braucht es aus Sicht der Liga eine verlässliche, kostendeckende Finanzierung und den Erhalt der Trägervielfalt.

Die Liga der Freien Wohlfahrtspflege appelliert daher an die Fraktionen im Sächsischen Landtag, die im Entwurf enthaltende finanzielle Ausstattung der Schwangerschafts(konflikt)beratung zu unterstützen und damit als unverzichtbaren Bestandteil sozialer Infrastruktur dauerhaft abzusichern.