Menschen mit Behinderungen nehmen verstärkt ihre Rechte war und fordern mehr gesellschaftliche Teilhabe ein. Nicht zuletzt durch die Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention hat sich Deutschland dazu verpflichtet, genau dieser Forderung nachzukommen. In erster Linie heißt das, Barrieren abzubauen und Zugänge zu ermöglichen. Ziel ist eine inklusive Gesellschaft.

Einen wichtigen Schritt in diese Richtung stellt das 2017 in Kraft getretene Bundesteilhabegesetz dar. Dieser Paradigmenwechsel, der den Menschen und seine Bedarfe zum Leitmotiv der Unterstützungsleistungen macht, erfordert auch in den bestehenden Angeboten der Behindertenhilfe ein Umdenken. Von der Assistenz für den jeweiligen Menschen bis zu den Angeboten wie Werkstätten und Wohnstätten muss neu gedacht werden. Auch die Finanzierung anhand personenzentrierter Budgets fordert Kostenträger und Leistungserbringer heraus.

Die Liga setzt sich dafür ein, dass Barrieren abgebaut und perspektivisch vermieden werden, dass Leistungen zur Teilhabe und Rehabilitation bedarfsgerecht gewährt werden und dass die in Umfang und Qualität erforderlichen Unterstützungsleistungen in Sachsen flächendeckend zur Verfügung stehen.

Information zur Einführung des neuen Formblattes A

Das neue Formblatt A wurde als fachärztliche Stellungnahme nach § 100 SGB X gestaltet und wird vom KSV Sachsen regelhaft genutzt, um bei der Beantragung von Leistungen der Eingliederungshilfe anhand der Beschreibung der gesundheitlichen Funktionseinschränkungen und Beeinträchtigungen einen Bedarf an Eingliederungshilfe durch eine/n Sozialmedizinier:in zu begründen.

Der KSV Sachsen benötigt die fachärztliche Stellungnahme zur Teilhabeplanung für die Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung nach SGB IX.

Aufgrund von mehreren Rückfragen von Leistungserbringern, möchten wir als Liga darauf hinweisen, dass dieses seit 01.01.2026 regelhaft zu verwenden ist.

In der Anlage können Sie das dazugehörige Rundschreiben des KSV Sachsen vom 17.12.2025 sowie das aktuelle Formblatt A herunterladen.

Positionen

Die Liga setzt sich für eine Verbesserung der Förderbedingungen des Zuverdienstes in Sachsen ein. Unter den derzeitigen Bedingungen ist aus Sicht der Liga der Bestand an Zuverdienstangeboten gefährdet und ein notwendiger Ausbau nicht zu erwarten.

Die Liga-Stellungnahme können Sie hier downloaden.